Webhosting: Hilfe & Tipps

WordPress optimieren: Tipps zur Geschwindigkeits-Optimierung

WordPress ist ein weit verbreitetes Tool, um Websites zu erstellen. Mithilfe von Plugins (Erweiterungen) und Themes (Webseitenvorlagen) kann eine individuelle Website in kurzer Zeit erstellt werden. Viele Plugins und Themes sind kostenfrei direkt über das WordPress-Administrationsmenü installierbar. Nicht jedes Plugin oder Theme ist aber gleich gut entwickelt worden, so dass je nach Plugin-/Theme-Einsatz als auch der verwendeten Inhalte, die WordPress-Installation langsamer werden kann. Wir empfehlen folgende Schritte, um WordPress zu optimieren:

  1. Optimierte Bildgrößen: Achten Sie darauf passende, kleine Bildgrößen für Web-Inhalte zu verwenden. Wir empfehlen Bilder mit einer maximalen Breite von 1920px (Pixeln) im .jpg oder .png mit einer Qualität von 80-90% zu verwenden. Plugins wie z.B. Robin Image Optimizer oder Shortpixel helfen Ihnen, optimierte Bilder für die Website einzubinden. Viele Browser können zudem bereits das für das Web-optimierte .webp-Format anzeigen. Hilfreich ist hier das Plugin WebP Express.
  2. Cache verwenden: Caching hilft statische Inhalte (z.B. statische Webseiten, Bilder) schneller ausliefern zu können. Wir empfehlen die Nutzung des Plugins WP Super Cache. Achten Sie darauf den "Experten"-Modus unter "Erweitert" zu aktivieren und haken die empfohlenen Einstellungen an. Alle weiteren Einstellungen sind individuell zu konfigurieren. Achtung: Caching bewirkt einen enormen Geschwindigkeitsvorteil, funktioniert jedoch nur effizient, wenn Sie kein Wartungsmodus (Maintenance Mode) -Plugin verwenden. Sollten Sie ein solches Plugin aktiviert haben, deaktivieren Sie dieses und lassen den Cache anschließend vorladen. Rufen Sie nach dem Vorladen des Caches Ihre Website im ausgeloggten Zustand auf, um den Effekt unmittelbar zu bemerken. Ist Ihre Website noch nicht fertiggestellt, empfehlen wir die temporäre Einrichtung auf einer Subdomain (z.B. testumgebung.<domain>) sowie die Verwendung eines Passwortschutzes. Beides kann direkt über Ihr Kundenmenü eingerichtet werden.
  3. Minify Requets / Anfragen bündeln: Je mehr Plugins verwendet werden, desto mehr Anfragen müssen beim Aufruf der Website vom Server bearbeitet werden. Bündeln Sie diese Anfragen zu wenigen Anfragen. Empfehlenswert sind hier die Plugins autoptimize oder Fast Velocity Minify. Achten Sie darauf jede aktivierte Option hinsichtlich der Kompatiblität mit Ihrer Website zu testen.
  4. Fremdquellen vermeiden: Binden Sie Inhalte von externen Websites ein, kann das zu einem verlangsamten Aufbau der Seite führen, falls die externe Quelle überlastet ist. Falls technisch nicht notwendig, sollten Sie aus Datenschutzgründen (DSGVO) auf das Einbinden von Fremdquellen soweit wie möglich verzichten und Inhalte auf der eigenen Website einbinden. Falls es dennoch notwendig ist (z.B. Youtube / Facebook / Instagram), achten Sie auf Datenschutzkonformität (z.B. durch das Nutzen eines Cookie-Banners mit Auswahlmöglichkeiten für Besucher sowie einer entsprechend passenden Datenschutzerklärung).
  5. Bilder später laden (Lazy Load): Versuchen Sie Bilder erst laden zu lassen, wenn der Besucher auch in den Bereich scrollt, in der das Bild eingebunden wurde. Die Ladezeit der Website wird damit positiv beeinflusst, so dass der Besucher die Website schneller sieht. Manche Themes oder Optimierungsplugins bieten diese Optionen bereits optional an. Sollten Sie ein eigenes Plugin dafür nutzen wollen, empfehlen wir a3 Lazy Load.
  6. Komprimierung aktivieren: Achten Sie darauf, Inhalte serverseitig komprimieren zu lassen, indem z.B. gzip, deflate oder brotli genutzt werden (vgl. https://hilfe.udmedia.de/webhosting/allgemeines/htaccess/kann-ich-moddeflate-modbrotli-gzip-komprimierung-nutzen/ ). Optimierungsplugins, wie in 2. und 3. genannt, bieten vergleichbare Optionen.
  7. CDN verwenden: Das Verwenden eines CDN hilft vor allem, wenn Sie viele Besucher haben oder es sich um Besucher handelt, die aus verschiedenen Ländern stammen. Das CDN sorgt dafür, dass die Verbindungszeiten zum Abrufen von statischen Inhalten, minimiert werden. Wir selbst sind CloudFlare-Partner, so dass Sie die Aktivierung des CDN bequem über Ihr Kundenmenü (Domains - DNS-Einstellungen) vornehmen können. Achtung: Aktivieren Sie die CDN-Unterstützung, müssen Sie in verschiedenen Plugins (z.B. Cache-Plugin) die CDN-URL explizit angeben, damit das CDN genutzt wird.
  8. Nicht benötigte Plugins und Themes löschen: Verwenden Sie ein Plugin oder bestimmtes Theme nicht, dann löschen Sie es. Beim Aufruf einer Website belegen auch deaktivierte Plugins oder Themes, Ressourcen.
  9. Immer noch langsam? Finden Sie den Übeltäter: Deaktivieren Sie testweise alle Plugins und aktivieren sie nach einem testweisen Aufruf Ihrer Website wieder sukzessive. In vielen Fällen sehen Sie so, welches Plugin für den langsamen Webseiten-Aufbau verantwortlich ist. Auch ein vom Standard-Theme abweichendes Theme kann verantwortlich sein und sollte ggf. einmal testweise getauscht werden. 
  10. Website bewerten lassen und weiter optimieren: Alles erledigt? Testen Sie Ihre Website auf weitere Optimierungspotentiale, z.B. mithilfe von Google PageSpeed Insights oder GTMetrix.
  11. Brauchen Sie Unterstützung bei den Maßnahmen? Kontaktieren Sie uns einfach. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.